Krankenhaus 

Zum Team der Klinik gehören Erdmuthe Weida als leitende Ärztin, neben ihr ein tansanischer Assistenzarzt und eine zweite Übersetzerin, eine Rezeptionistin mit einer Grundausbildung in Krankenpflege und eine Reinigungskraft.  Alle Mitarbeiter sind im allgemeinen Krankenhaus in Mvumi angestellt und werden für den Dienst der Klinik freigestellt. Ihre Gehälter werden von Spenden des Vereins gezahlt. 

Das Gebäude 

Die Klinik ist verbunden mit dem Lehrkrankenhaus der anglikanischen Kirche in Mvumi bei Dodoma. Sie wurde erst vor etwa 7 Jahren gebaut als ein Projekt für schwangere Frauen aus den Dörfern. Sie konnten hier unter ärztlicher Aufsicht auf die Entbindung warten und für die Geburt selbst in den Kreissaal des Krankenhauses gehen. Das Angebot war sehr sinnvoll und gut besucht. Leider wurde es seit Corona eingestellt. 
Das Haus ist in einem sehr guten Zustand, verfügt über ca. 60 Betten, einen großen Aufenthaltsraum und 2 Behandlungsräume. 


Ein Wasseranschluss war nicht vorhanden. Dieser war wegen der vielen Patienten unbedingt nötig und wurde von unserem Verein gelegt und bezahlt. 

Den Hof vor der Klinik dient als erweitertes Wartezimmer. 
Man muss sich vorstellen: 
70 - 80% der Tansanier haben keine oder nur eine sehr unzureichende Krankenversicherung. Das gilt besonders für den ländlichen Raum. Ein Angebot von bezahlbarer Naturheilkunde ist darum sehr attraktiv. 

Patienten aus den Dörfern, die zu arm sind für selbst ein Motorradtaxi, verlassen ihre Dörfer schon um 4 Uhr morgens und gehen viele Stunden zu Fuß zum Krankenhaus. Die Klinik öffnet um 8 Uhr, aber aber da sind es morgens 60 - 80 - 100 Patienten.Viele mußten abgewiesen werden, da Erdmuthe Weida als einzige Ärztin aus Altersgründen nicht mehr den ganzen Tag arbeiten kann. Aber wir konnten doch sehr vielen helfen und danken allen Spendern, die dies mit ermöglicht haben. 

Der Krankenhausalltag

Unsere Zielgruppe sind die Armen, die keine Arbeit, kein  Geld, keine Versicherung haben. Wer nicht bezahlen kann, wird im Krankenhaus nach Hause geschickt. Nicht so bei uns. Niemand wird aus Geldgründen nach Hause geschickt. 

Am Morgen warten etwa 80 Patienten vor der Klinik. Sie werden in Gruppen von etwa 20 Patienten in das Gebäude gelassen. 

Sie kommen zunächst in den großen Rezeptions- und Aufenthaltsraum, um sich registrieren zu lassen. Wer kann, bezahlt etwa einmal 1 Euro für die Aufnahme, Kinder sind grundsätzlich frei. 

Diese Patienten haben das Warten fast geschafft und sitzen direkt vor dem Arztzimmer links. 

Im Behandlungsraum werden sie ärztlich betreut und ihnen Medizin ausgehändigt. Auch die weiteren Behandlungen sind kostenlos und werden von den Spenden des Vereins getragen. 

Welche Krankheiten werden behandelt?

Die ärztliche Tätigkeit ist vergleichbar mit einem Arzt für Allgemeinmedizin. Grundsätzlich können Patienten mit jeder Krankheit kommen. Die Rezeption ist besetzt mit einer Krankenschwester, die schwere Infektionskrankheiten wie Tuberkulose oder Krebs im Endstadium an das allgemeine Krankenhaus weiterleitet. 

Die Probleme in Tanzania unterscheiden sich von deutschen Praxen und Krankheitsbildern. Erdmuthe Weida hat darum jahrelang Fortbildungen von indischen Ärzten gemacht, besonders von solchen, die mit Mutter Theresa zusammengearbeitet haben. Diese Beziehung haben ihr der Homöopath Jeremy Sherr und seine Frau Corinna in Moshi ermöglicht, denen sie an dieser Stelle herzlich dankt. 

Häufige Krankheitsbilder sind Aids, Krebs, Schlaganfall und Herzkrankheiten, Unterernährung, Geschwüre, Folgen von Unfällen, Misshandlungen von Frauen, Schmerzen der Gelenke. 

Sehr besorgniserregend sind die zunehmenden Resistenzen besonders gegen Tuberkulose und Malaria Mittel. In der Region von Dodoma sieht man trotz Impfung auch Polio Fälle in jedem Alter. 

Ein Beispiel von Polio

Eine Frau, 45 Jahre alt, 4 Kinder, geschieden, leidet seit 5 Jahren trotz Impfung unter Polio. Sie kann nicht laufen, wird mit dem Motorradtaxi gebracht und krabbelt in das Behandlungszimmer. 

4 Wochen nach der Erstbehandlung und Einnahme der Naturmedizin ist es ihr möglich, mit Hilfestellung zu laufen und zu sitzen 

Sie verlässt den Raum mit Unterstützung ihrer Tochter. Die Freude ist groß. 

Unser Problem

Erdmuthe Weida arbeitete an verschiedenen Stellen in Tanzania: Itigi, Kilimatinde, Tabora, Kongwa und Mvumi. Überall bietet sich das gleiche Bild: Die Patienten kommen scharenweise aus den Dörfern. Sie wollen unbedingt Homöopathie, nicht nur, weil es so billig ist, sondern weil es ihnen so gut hilft. Leider müssen viele abgewiesen werden. Im letzten Einsatz von 2 Monaten haben wir 1000 neue Patienten registriert. 
Wir haben versprochen, uns in Deutschland nach Hilfe umzuschauen, aber das ist schwierig.